En bref

Structures

Bundesamt für Energie

Daia Zwicky

avril 2019 - décembre 2020

Wie ein tiefer oder gar verschwindender Energieverbrauch von Gebäuden in der Betriebsphase erreicht werden kann, ist heute - abgesehen vom 'performance gap' - bekannt. Die Einsparungen erfolgen jedoch klar zulasten der Baustoffe und ihres Verbrauchs an nicht erneuerbarer Primärenergie PEne ('Graue Energie') und zugehöriger Treibhausgasemissionen THGE. Das Endausmass des Baustoffverbrauchs wird durch Entscheidungen in den jeweiligen Planungsphasen eines Gebäudes mehr oder weniger stark, günstig oder ungünstig beeinflusst.

Progressive Bauherren und Fachplaner möchten oft schon wissen, welches ökologische Einsparpotenzial in welcher Planungsphase mit dem Einsatz alternativer 'grüner' Baustoffe (noch) vorhanden ist. Schliesslich wird trotzdem oft auf Standardlösungen zurückgegriffen (d.h. Beton und Mauerwerk); alternative Baustoffe haben damit kaum Chancen auf Umsetzung, auch wenn ihr Einsatz in Tragwerk und nicht-tragendem Ausbau im Rahmen der Energiestrategie 2050 immer wichtiger wird. Ihre ökologische Beurteilung ist mit den gegenwärtigen Grundlagen jedoch kaum machbar und ihr Potenzial kann damit nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Das Projekt hat daher zwei Zielsetzungen: a) Benchmarks inkl. möglicher Variationen von PEne / THGE für die Erstellung von Gebäuden in der jeweiligen Planungsphase, und b) vereinfachte Vorgehensweisen zur Erfassung einer Grössenordnung von PEne / THGE für nicht standardisierte Baustoffe. Für die Vorstudienphase werden MINERGIE-ECO-Projekte nach geeigneten Projektkennzahlen ausgewertet. Anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen Tragstrukturtypen wird das Einsparpotenzial im Vorprojekt aufgezeigt. Mittels Auswertungen für die gängigsten Bauteile und Baustoffe und des Vergleichs mit ökologisch optimierten Baustoffen wird an den Fallbeispielen das Einsparpotenzial im Bauprojekt ermittelt. Dank der Ermittlung in den Fallbeispielen des Anteils des Innenausbaus an der Gesamtbilanz wird das Einsparpotenzial im Ausführungsprojekt aufgezeigt.

Diese Auswertungen werden ergänzt mit dem Erarbeiten einer Methodik für die vereinfachte Ökobilanzierung von alternativen (Low-Tech-) und Recycling-Baustoffen, welche auf den Entwurf neuer Bauteile mit potenziell weiter reduziertem ökologischem Impact für die Stufe Bauprojekt angewendet wird.

Die Studienresultate werden in einem Bericht dargelegt und in einem Leitfaden in D, F & I zum Optimierungspotenzial bezüglich PEne / THGE in der Erstellung von Gebäuden und gängiger Bauteile auf verschiedenen Planungsstufen kondensiert. Die Studienresultate können weiter als Grundlage dienen für die Ergänzung von Ökobilanzdatenbanken, die Entwicklung alternativer Neubaulösungen und als Ausgangslage für spezifische Ergänzungen des Vorgehens für den Umbau.

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