Fabien Mornod, Absolvent des Bachelor-Studiengangs in Bauingenieurwesen

Als ich erfuhr, dass ich mein Studium an der HTA-FR zweisprachig (Französisch-Deutsch) absolvieren konnte, habe ich keine Sekunde gezögert und mich angemeldet. Es war für mich die optimale Lösung, um meine Kenntnisse in der Sprache Goethes zu vertiefen, ohne einen Auslandsaufenthalt oder Ähnliches machen zu müssen, was mein Studium um ein Jahr verzögert hätte. 

Wenn ich daran zurückdenke, habe ich diese Entscheidung nie bereut. Die deutschsprachigen Kurse ermöglichten es mir, mein Hör- und Leseverstehen deutlich zu verbessern und mir neues, fachspezifisches Vokabular anzueignen. Zu Beginn meines Studiums war ich sehr überrascht, wie schnell ich den deutschsprachigen Kursen folgen konnte. Am Ende des ersten Semesters war mir bei manchen Kursen gar nicht mehr bewusst, dass sie auf Deutsch und nicht auf Französisch stattfanden. Ausserdem konnte ich durch die mündlichen Präsentationen mehr Selbstvertrauen beim Sprechen auf Deutsch gewinnen.

In der heutigen Berufswelt werden Fachwissen und technische Fortschritte häufig über Fachzeitschriften geteilt. Aufgrund der sprachlichen Vielfalt der Schweiz sind viele davon auf Deutsch verfasst. Dank dem sprachlichen Rüstzeug, das ich in den drei Jahren an der Ingenieurschule erworben habe, kann ich also auch mein Wissen über technische Neuheiten erweitern, da das Lesen auf Deutsch kein Hindernis mehr ist. So hat sich mein Blick auf das heutige Schweizer Ingenieurwesen deutlich erweitert. 

Kurzum – wie Sie sicherlich verstanden haben, rate ich allen, die noch zögern, dringend, den Schritt zu wagen und ihren Bachelor zweisprachig zu machen. Sie werden es nicht bereuen.

13. August 2026